
VACUU·LAN® Vakuumnetzwerke
Mehrere Arbeitsplätze mit einer Vakuumpumpe versorgen – unser lokales Vakuumnetzwerk VACUU·LAN macht es möglich. Sie sparen Arbeitsfläche und Kosten. Gleichzeitig vermeiden Sie die vielen Nachteile einer zentralen Vakuumversorgung.

VACUU·LAN – Vorteile auf einen Blick
Versorge mehrere Arbeitsplätze mit einer Vakuumpumpe
Jedes Labor hat eigene Ziele und Rahmenbedingungen. Modulare Vakuumsysteme, die auf Labortyp und Anwenderbedürfnisse abgestimmt sind, können Leistung, Sicherheit und Effizienz verbessern. Werden diese Anforderungen von Laborplanern, Architekten und Möbelherstellern frühzeitig berücksichtigt, wird eine optimal ausgelegte Vakuumversorgung zum Erfolgsfaktor.
- Endvakuum bis 2 mbar – bei optimaler Systemauslegung auch darunter
- Eine Vakuumpumpe für mehrere Anwendungen
- Individuelles Saugvermögen und Vakuum für jeden Arbeitsplatz (nur in Verbindung mit Arbeitsplatz-Controller)
- Wartungsarm und langlebig
- Stabiles und präzises Vakuumfür jeden Arbeitsplatz
- Hohe Chemiebeständigkeit durch Fluorpolymere und Perfluorelastomere
- Rückschlagventile gegen Kreuzkontamination
- Zugriffskontrolle im Netzwerk über Benutzermanagement am Vakuum-Controller der Pumpe
- Ölfreie Technologie zur Vermeidung von Kontaminationsrisiken
- Hohe Prozesssicherheit
- Reduzierte Anschaffungs-, Wartungs- und Energiekosten
- Optimierte Energieeffizienz durch bedarfsgerechte Vakuumversorgung
- Platzersparnis und Geräuschreduzierung
- Effiziente Lösemittelrückgewinnung
- Nachhaltige Laborausstattung
- Automatischer Standby-Modus statt Dauerbetrieb, wenn kein Vakuum benötigt wird (nur in Verbindung mit VARIO® Pumpen)
- Große Komponentenauswahl für individuelle Anforderungen
- Einfache Erweiterbarkeit
- Integration in neue und bestehende Laboreinrichtungen (Aufwand- oder Unterwandmontage)
- Digitaler Arbeitsplatz-Controller für geregelte Vakuum-Entnahmestelle (in Labormöbel integriert)
- Anpassungsfähig an wechselnde Laboraufgaben

Universität Liverpool nutzt innovative Lösung VACUU·LAN®

Universität Basel setzt bei der Vakuumversorgung auf VACUUBRAND

Laborplanung und Anforderungen der Nutzerinnen und Nutzer
Typische Labor-Vakuumsysteme im Vergleich
Während eine Einzelplatzlösung höchste Individualität bis hin zur Automatisierung bietet und ein zentrales Vakuumsystem für Großanlagen geeignet sein kann, stellt ein lokales Vakuumnetzwerk für viele Labore die ideale Balance zwischen Leistung, Effizienz, Sicherheit und Flexibilität dar.
Auswahl der VACUU·LAN® Komponenten

Netzwerk-Vakuumpumpe
Als Herzstück unserer klassischen VACUU·LAN® Systeme verwenden wir trocken verdichtende Chemie-Membranpumpen. Diese Netzwerkpumpen unterstützen mehrere Anwendungen und Benutzer mit einem Endvakuum bis 2 mbar (bei optimaler Auslegung auch darunter).

Vakuum-Controller für den Arbeitsplatz
Unser digitaler Kompakt-Controller VACUU·SELECT sorgt als Einzelplatzcontroller für mehr Komfort und Flexibilität bei Ihrer täglichen Laborarbeit. Er bietet eine geregelte Vakuum-Entnahmestelle direkt am Arbeitsplatz.

Module für Vakuumentnahme und -regelung
Sie bestimmen die gewünschten Bedienfunktionen für die einzelnen Arbeitsplätze. Dabei haben Sie die Wahl zwischen manueller oder elektronischer Regelung über einen Vakuum-Controller. Die Module sind leicht zu reinigen und integrierte Rückschlagventile verhindern Kontamination zwischen verschiedenen Anwendungen.

Leitungen und Installation
VACUU·LAN eignet sich für den Einbau in bestehende Labore und die Integration in neu geplante Labormöbel. Der Anschluss kann frontseitig auf der Wand oder integriert erfolgen. Mit den chemiebeständigen Rohren und Verbindungstücken ist ein leckfreies Vakuumsystem schnell aufgebaut. Dank des Baukastenprinzips können Sie das System nachträglich ohne Weiteres erweitern.
10 Fragen zur Planung Ihrer Laborvakuumversorgung
Dazu zählen Prozesse wie Filtration, Festphasenextraktion und Flüssigkeitsabsaugung sowie Verfahren mit höheren Vakuumanforderungen wie Destillation, Verdampfung, Trocknung und Gefriertrocknung. Je nach Anwendung kommen dabei verschiedene Lösemittel in unterschiedlichen Mengen zum Einsatz. All diese Faktoren beeinflussen die gewünschten Eigenschaften des Vakuumsystems – insbesondere Druckbereich, Leistung und Chemiebeständigkeit.
Die verschiedenen Anwendungen erfordern entweder Grobvakuum (bis ca. 1 mbar) z.B. bei einem Rotationsverdampfer oder Feinvakuum (unter 1 mbar) z.B. bei einer Schlenk Line. Das erforderliche Saugvermögen reicht je nach Prozess von geringen Werten bis hin zu hohen Leistungen von bis zu 20 m³/h.
Für einfachere Prozesse kann eine manuelle Regelung in manchen Fällen ausreichend sein. Um empfindliche Prozesse sicher und effizient durchzuführen, ist eine elektronische Vakuumregelung empfehlenswert. Bei VACUU·LAN stellt die Netzwerkpumpe mit integriertem Vakuum-Controller ein möglichst gutes Vakuum für alle Anschlüsse bereit, das bei Bedarf über den Life-Science-Modus nach unten begrenzt werden kann. Alternativ ist eine genauere Regelung direkt am Arbeitsplatz über einen zusätzlichen Controller mit Zweipunktregelung möglich. Für Einzelplatzlösungen bieten drehzahlgeregelte VARIO®-Pumpen die höchste Präzision. Diese sind in Verbindung mit passenden Schnittstellen darüber hinaus für die Einbindung in Automatisierungssysteme optimal geeignet.
Sollen verschiedene Benutzer mehrere Anwendungen in einem Bereich nutzen, wirkt sich dies sowohl auf die Anzahl der Entnahmestellen als auch auf die erforderliche Kapazität des Vakuumsystems aus. Optionale Funktionserweiterungen wie „Benutzermanagement“ mit individueller Rechtevergabe oder „SYNCHRO“ für den Parallelbetrieb von zwei Prozessen können zusätzlich von Nutzen sein.
Für die Vakuum-Entnahmestellen stehen verschiedene Module zur Verfügung, die sich auch nachträglich erweitern lassen. Die Modulauswahl orientiert sich an der gewünschten Bedienfunktion – beispielsweise Handregelmodul, Absperr-/Regelmodul, Handregel-Abzugsmodul oder Arbeitsplatz-Controller.
Die Entnahmestellen können individuell geplant werden. Je nach Position werden die Länge der Verrohrung und notwendige Verbindungselemente (Eckverbinder, T-Verbinder, Verlängerung) festgelegt. Zusätzlich sind integrierte Rückschlagventile notwendig, um eine gegenseitige Beeinflussung der Arbeitsplätze zu vermeiden.
Es ist sinnvoll zu prüfen, ob das Vakuumsystem als Kombination aus Netzwerk- und Einzelplatzversorgung ausgelegt werden soll. Neben Netzwerk-Pumpen, die mehrere Arbeitsplätze gleichzeitig mit Vakuum versorgen, können dann einzelne Arbeitsplätze mit eigenen Pumpen ausgestattet werden. Dies ist zum Beispiel bei Anwendungen der Fall, bei denen für Einzelplatzpumpen eine automatische Verdampfung notwendig ist (VARIO® Vakuumregelung mit Siedepunkterkennung und adaptiver Vakuumnachführung).
Bei aggressiven Dämpfen oder korrosiven Medien muss sichergestellt sein, dass alle Komponenten – Pumpen, Rohrleitungen, Module und Controller – eine hohe Chemiebeständigkeit besitzen.
Abhängig vom Anwendungsgebiet sind Sicherheitsstandards und behördliche Anforderungen zu erfüllen. Das betrifft beispielsweise den Umgang mit toxischen oder infektiösen Materialien, die Lösemittelrückgewinnung sowie die Abluftbehandlung. In Laboren mit erhöhtem Lösungsmitteleinsatz oder explosiven Umgebungen gelten etwa die ATEX-Richtlinien.
Je nachdem, ob es sich um einen Neubau oder Umbau handelt, kann eine Integration in das Labormöbel oder offene Verlegung auf der Wand erfolgen. Dementsprechend erfolgt die Auswahl von Anschlusselementen und Vakuumleitungen. Ein besonderer Vorteil ist, dass sich das modulare Vakuumsystem einfach an zukünftige Laborerweiterungen und veränderte Anforderungen anpassen oder erweitern lässt.
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FAQ
Bei einer zentralen Vakuumversorgung, auch Hausnetzwerk genannt, werden alle Arbeitsplätze in einem Gebäude durch eine große, zentrale Vakuumpumpe versorgt. Hausnetzwerke offenbaren bei der täglichen Arbeit jedoch einige Nachteile. Die gegenseitige Beeinflussung und Verunreinigung durch rückströmende Gase lassen sich in solchen Systemen nur schwer vermeiden. Dadurch werden nicht nur die Prozessabläufe gestört, sondern es können auch Sicherheitsrisiken wie die Entstehung explosiver Gemische oder die Freisetzung infektiösen Materials auftreten. Zudem sind solche Pumpen häufig überdimensioniert, weil sie für den Maximalbetrieb ausgelegt sein müssen. Wird zudem berücksichtigt, dass die Pumpe rund um die Uhr im Betrieb ist, so ergeben sich unnötig hohe Investitions- und Energiekosten.
In einem lokalen Vakuumnetzwerk versorgt die Vakuumpumpe nur eine bestimmte Anzahl von Arbeitsplätzen in einem Raum. Die genannten Nachteile einer zentralen Vakuumversorgung werden vermieden. Gegenüber einer Einzelplatzversorgung, bei der jeder Arbeitsplatz mit einer separaten Vakuumpumpe ausgestattet wird, lassen sich neben den Anschaffungskosten auch der Wartungsaufwand an den Geräten und der Energieverbrauch reduzieren. Gleichzeitig sind die Geräuschemission und der Platzbedarf geringer, da deutlich weniger Pumpen für die tägliche Arbeit benötigt werden.
Das VACUU·LAN Vakuumnetzwerk eignet sich für Anwendungen im Grobvakuumbereich bis ca. 1 mbar. In tieferen Vakuumbereichen sind Einzelplatzlösungen die Regel, da sonst die Verluste bezüglich Endvakuum zu groß sind.
Einzelplatzlösungen sind auch dann vorteilhaft, wenn die Anforderungen an präzise Vakuumregelung sehr hoch sind oder wenn die automatische Verdampfungsfunktion einer VARIO Membranpumpe genutzt werden soll.
Die Leitungen und Entnahmemodule sind chemiebeständig. In Kombination mit einer chemiebeständigen Vakuumpumpe eignet sich VACUU·LAN daher auch bestens für Anwendungen mit korrosiven Medien.
Die nachträgliche Ausstattung eines Labors mit VACUU·LAN ist ohne großen Aufwand möglich. Dank unterschiedlicher Anschlusselemente lässt sich VACUU·LAN sowohl sichtbar auf der Wand anbringen als auch in die Labormöbel integriert einbauen. Das System kann leicht erweitert werden. Bei geänderten Anforderungen können die Entnahmestellen individuell angepasst werden.
Durch das individuelle, laborspezifische Baukastensystem bietet VACUU·LAN für jedes Labor genau die richtige Lösung.
Da Vakuumnetzwerke nur für Anwendungen im Grobvakuumbereich bis 1 mbar genutzt werden sollten, eignen sich Chemie-Membranpumpen hervorragend. Sie laufen ölfrei und bieten hervorragende Chemiebeständigkeit und Langlebigkeit. Chemie-Membranpumpen sind in verschiedenen Leistungsklassen verfügbar und erreichen ein Saugvermögen von bis zu 20 m3/h. Durch diese Vielfalt kann die Auswahl der Vakuumpumpe perfekt an die Art und Anzahl der Anwendungen angepasst werden.
VARIO Membranpumpen sind für Vakuumnetzwerke besonders vorteilhaft, weil sie das Vakuum bedarfsgerecht über die Motordrehzahl regeln. Auf diese Weise passt die Vakuumpumpe ihre Leistung immer dem aktuellen Betrieb im Labor an. Das spart Strom, verlängert die Wartungsintervalle und macht die Pumpe flüsterleise.
Das benötigte Endvakuum und Saugvermögen der Chemie-Membranpumpe hängt von der Art und Anzahl der Anwendungen ab. Unsere Experten beraten Sie gerne, um die Pumpe optimal gemäß Ihren Anforderungen auszulegen.
Bei der klassischen Zweipunktregelung wird ein Saugleitungsventil geschaltet, um das Vakuum im Bereich des Zieldrucks zu halten. VARIO-Membranpumpen regeln das Vakuum punktgenau über die Motordrehzahl. Diese präzisere Regelung führt zu optimalen Verdampfungsraten und Prozesszeiten. Außerdem macht es die Pumpe flüsterleise, reduziert Energiebedarf und Vibration und verlängert die Lebensdauer der Membranen.
Ein druckseitiger Emissionskondensator (EK) ermöglicht nahezu 100 % Lösemittelrückgewinnung. Ein saugseitiger Abscheider (AK) schützt die Pumpe, indem er Kondensat sammelt und Tröpfchen sowie Partikel zurückhält.





















